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EIL BULLDOG VERSAND Christian Lauer
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Die Hanomag R-Baureihe steht für eine Ära des deutschen Traktorenbaus, die von 1949 bis 1962 reichte und die Wirtschaftswunder-Jahre auf dem Acker maßgeblich prägte. Vom 12-PS-„Ackermoped" R 12 bis zum 50-PS-Großschlepper R 442 Robust deckt die Reihe nahezu jede Betriebsgröße ab.

Wer heute eine Hanomag R restaurieren oder im Arbeitseinsatz erhalten will, braucht zwei Dinge: präzise originalgetreue Unterlagen und eine verlässliche Quelle für Ersatzteile. Diese Übersichts-Seite bündelt beides — eine vollständige Modellübersicht mit Bauzeiten, Motoren und Leistungsdaten, dazu für jedes Modell die im Shop verfügbaren Werkstatthandbücher, Betriebsanleitungen und Ersatzteilkataloge.

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Welche Modelle gehören zur Hanomag R-Baureihe?

Hanomag teilte die R-Baureihe historisch in zwei Phasen: die klassischen Rundhauber der Jahre 1949 bis 1957 und die Combitrac-Modernisierung ab 1957 mit dreistelligen Modellnummern (R 217, R 324, R 435, R 442). Beide Phasen nutzen weitgehend dieselbe Motorentechnik – die Hanomag-Vorkammer-Diesel der D-14-, D-21- und D-28-Reihe – kombiniert mit Karosserien, die den jeweiligen Zeitgeschmack abbildeten.

Die Modellnummer entspricht in der Regel der Nennleistung in PS: R 12 = 12 PS, R 22 = 22 PS, R 45 = 45 PS. Bei den dreistelligen Combitrac-Modellen bezeichnet die erste Ziffer die Zylinderzahl (R 2-17 = 2-Zylinder mit 17 PS), die folgenden Stellen die Leistung. Diese Logik hilft bei der schnellen Modell-Identifikation auf alten Typenschildern oder in Fahrzeug-Briefen.

Klassik R-Serie (1949–1957)

Modell Bauzeit Motor Hubraum Leistung Zyl.
R 12 / R 12 KB 1953–1957 D 611 Einzylinder-Zweitakt 511 cm³ 12 PS 1
R 16 (A/B) 1951–1957 D 14 S Vorkammer-Diesel 1.399 cm³ 16 PS 2
R 18 1955–1956 D 621 Zweitakt k.A. 17 PS 2
R 19 1953–1957 Zweizylinder-Viertakt 1.399 cm³ 19 PS 2
R 22 1951–1957 D 21 S Dreizylinder-Vorkammer 2.099 cm³ 22 PS 3
R 24 1955–1957 Zweitakt-Wirbelkammer 1.014 cm³ 24 PS 2
R 25 A/B 1949–1950 D 19 Vierzylinder 1.911 cm³ 20–25 PS 4
R 25 C/D 1950–1951 D 28 Vierzylinder 2.799 cm³ 25 PS 4
R 27 1953–1957 D 21 (höhere Drehzahl) 2.099 cm³ 27 PS 3
R 28 (A) 1951–1953 Vierzylinder-Vorkammer 2.799 cm³ 28 PS 4
R 35 1953–1957 D 28 Vierzylinder 2.799 cm³ 35 PS 4
R 35/45 1955–1957 D 28 mit Roots-Gebläse 2.799 cm³ 35 / 45 PS 4
R 45 (S) 1951–1957 D 52 → D 57 5.702 cm³ 45 PS 4
R 55 1950er Vierzylinder-Diesel k.A. 55 PS 4

Combitrac-Familie (1957–1962)

Modell Bauzeit Motor Hubraum Leistung Zyl.
R 217 (A/B) 1957–1959 D 14 Zweizylinder 1.400 cm³ 17 PS 2
R 217 S 1959–1962 D 14 (höhere Drehzahl) 1.400 cm³ 19 PS 2
R 324 / R 324 E 1957–1959 D 21 Dreizylinder 2.099 cm³ 24 / 27 PS 3
R 324 S 1959–1962 D 21 (höhere Drehzahl) 2.085 cm³ 27 PS 3
R 332 Granit 1960–1961 D 21 (Drehzahl-Variante) 2.085 cm³ 32 PS 3
R 435 (A/B) 1957–1960 D 28 Vierzylinder 2.799 cm³ 35 PS 4
R 435/45 1957–1960 D 28 mit Roots-Gebläse 2.799 cm³ 35 / 45 PS 4
R 442 Brillant 1960–1962 D 28 2.800 cm³ 42 PS 4
R 442 Robust 1960–1962 D 28 + Roots-Lader 2.800 cm³ 50 PS 4

Quellenhinweis: Daten konsolidiert aus Traktorenlexikon (Wikibooks), Hanomag-Museum.de, tractorbook.de und Vorglüh-IG.de. Bei Hubräumen kann es zwischen den Quellen geringe Abweichungen geben (z. B. R 442: 2.800 vs. 2.799 cm³). Stand 2026-05-06.


Vom Krieg zum Wirtschaftswunder: Wie die R-Baureihe entstand

Hannoversche Maschinenbau AG, kurz Hanomag, begann ihre Schlepperproduktion bereits 1924 — also lange vor der R-Reihe. Doch der Zweite Weltkrieg zerschlug die zivile Produktion fast vollständig. Erst 1949 startete Hanomag mit dem R 25 A wieder eine Neuentwicklung speziell für den landwirtschaftlichen Einsatz: vier Zylinder, Vorkammer-Diesel, 25 PS Nennleistung — und vor allem: bezahlbar für den Wiederaufbau.

Der R 25 markierte den Beginn einer Strategie, die Hanomag in den Folgejahren konsequent durchzog. Statt eine einzige Universal-Maschine anzubieten, baute das Werk in Hannover-Linden eine modulare Produktreihe, die vom Kleinbetrieb bis zum Großhof jede Betriebsgröße bediente. Die Modellnummern wurden dabei zur Hausnummer: PS-Zahl gleich Modellbezeichnung, vom R 12 bis zum R 55.

Technisch dominierten in der Reihe Zwei- und Vierzylinder-Vorkammer-Diesel mit Wassersühlung, in den kleinen Modellen ergänzt um Zweitakter mit Roots-Gebläse für die nötige Spülluft. Der R 12, von Bauern liebevoll „Ackermoped" getauft, wurde mit seinem 511-cm³-Einzylinder fast zu einem Kultsymbol — markant der scharfe, höhenmodulierte Klang, der ihm seinen Spitznamen einbrachte. Der R 24 mit seinem charakteristischen Pfeifgeräusch der Lüfterturbine bekam von Schraubern den Beinamen „Düsenjäger".

Mitte der 1950er-Jahre erweiterte Hanomag die Reihe um eine technische Innovation, die im Markt aufhorchen ließ: das Roots-Gebläse beim Viertakter beim R 35/45. Der Fahrer konnte per Bedienhebel die Aufladung zuschalten und so kurzfristig zusätzliche 10 PS abrufen — ein frühes Beispiel für „Power-Boost" lange vor dem digitalen Zeitalter.

1957 folgte mit der Combitrac-Modernisierung der Wechsel zu rundlicheren Karosserien und dreistelligen Modellnummern. Die Technik der R 16, R 22, R 35 wurde in die Combitrac-Brüder R 217, R 324 und R 435 überführt — gleicher Motor, neues Blechkleid, einheitliches Anbaugeräte-System. Das Combitrac-Konzept erlaubte dem Käufer, beim Schlepperkauf gleich Pflug, Mähwerk oder Frontlader im Hanomag-System mitzubestellen.

1960 entstand mit dem R 442 Brillant und seinem aufgeladenen Schwestermodell R 442 Robust der vorerst letzte Höhepunkt der R-Baureihe. Doch die Konkurrenz aus Köln (Deutz), Ulm (Eicher) und vor allem die expandierende Mercedes-Benz-Mutter zwangen Hanomag in den Folgejahren in die Defensive. 1965 endete die R-Baureihe; ab dann lief die Granit-, Brillant-, Perfekt- und Robust-Linie bis zur Einstellung der gesamten Schlepperproduktion 1974.


Die einzelnen Modelle der R-Klassik im Detail

Hanomag R 12 (& R 12 KB)

Bauzeit: 1953–1957 · Motor: D 611 Einzylinder-Zweitakt-Wirbelkammer · Hubraum: 511 cm³ · Leistung: 12 PS bei 2.200 U/min · Stückzahl: hoch (genaue Zahl variiert je Quelle).

Der R 12 war Hanomags konsequenter Wurf in den Kleinbetriebs-Markt. Mit etwa 800 kg Gewicht, 6 Vorwärts- und 2 Rückwärtsgängen und einer Höchstgeschwindigkeit von rund 19 km/h passte er auf jeden kleinen Hof. Sein charakteristisches Zweitakt-Geräusch brachte ihm den Spitznamen „Ackermoped" ein. Die Variante R 12 KB ab 1954 brachte konstruktive Verbesserungen am Motor.

Verfügbare Werke im Shop:

Hanomag R 16

Bauzeit: 1951–1957 · Motor: D 14 S Zweizylinder-Viertakt-Vorkammer-Diesel · Hubraum: 1.399 cm³ · Leistung: 16 PS bei 1.600 U/min · Stückzahl: ca. 14.300 (eines der meistgebauten Hanomag-Modelle).

Der R 16 war das Brot-und-Butter-Modell der R-Klassik. Robust, sparsam und mit nur zwei Zylindern wartungsarm — er fand sich auf tausenden mittelgroßen Höfen wieder. Bohrung 90 mm × Hub 110 mm, 5-Gang-Getriebe, Einscheiben-Trockenkupplung als Standard. Er wurde in zwei Versionen angeboten: R 16 A (Allzweck-Auslegung mit Hackfrucht-Spurweite) und R 16 B (Standardausführung).

Verfügbare Werke im Shop:

Hanomag R 18

Bauzeit: 1955–1956 (kurz) · Motor: D 621 Zweizylinder-Zweitakt · Leistung: 17 PS · Variante: ging 1957 in C 218 über.

Der R 18 schloss gezielt die Lücke zwischen R 12 und R 24. Technisch ist er nahe am R 24, jedoch mit niedrigerer Drehzahl und geringerer Leistung — eine kostengünstigere Alternative. Da er nur ein Jahr lang gebaut wurde, sind R-18-Schlepper heute besonders selten.

Verfügbare Werke im Shop:

Hanomag R 19

Bauzeit: 1953–1957 · Motor: Zweizylinder-Viertakt-Diesel · Hubraum: 1.399 cm³ · Leistung: 19 PS, 13,9 kW · Stückzahl: 8.489.

Der R 19 ist der drehfreudige Bruder des R 16 — gleicher Hubraum, gezielt höher belastet für mehr Spitzenleistung. 5-Gang-Getriebe Standard, optional 8 Vorwärts + 2 Rückwärts mit Kriechgängen. Maximales Drehmoment 7,6 mkp bei 1.500 U/min. Höchstgeschwindigkeit etwa 19,6 km/h.

Verfügbare Werke im Shop:

Hanomag R 22 & R 27

Bauzeit: R 22 1951–1957 (6.853 Stk.), R 27 1953–1957 (5.962 Stk.) · Motor: D 21 S Dreizylinder-Viertakt-Vorkammer · Hubraum: 2.099 cm³ · Leistung: 22 PS bzw. 27 PS.

Der R 22 ist historisch bedeutsam: Hanomag setzte mit ihm zum ersten Mal einen Dreizylinder im eigenen Programm ein, gummigelagert für ruhigen Lauf — beides Innovationen für die Zeit. Der R 27 ist technisch der gleiche Motor, allerdings mit höherer Nenndrehzahl: durch die Drehzahl-Erhöhung erreicht der gleiche Block 27 statt 22 PS. Dadurch konnte Hanomag den teuren Vierzylinder R 28 bei vielen Käufern überflüssig machen.

Verfügbare Werke im Shop:

Hanomag R 24

Bauzeit: 1955–1957 · Motor: Zweizylinder-Zweitakt-Wirbelkammer · Hubraum: 1.014 cm³ · Leistung: 24 PS · Stückzahl: 3.700.

Der R 24 war Hanomags Antwort auf den Markt-Wunsch nach einem leistungsstärkeren Zweitakter. Er ist mit etwa 1.360–1.440 kg deutlich schwerer als der R 12 und bringt 6 Vorwärtsgänge. Der Spitzname „Düsenjäger" rührt vom auffallenden Pfeifen des vorne montierten Lüfterrades — eine ungewöhnliche Konstruktionswahl, die Hanomag ab dem Nachfolger C 224 (1958) wieder aufgab.

Verfügbare Werke im Shop:

Hanomag R 25 / R 28

Bauzeit R 25: 1949–1951 (mit zwei Motor-Generationen) · Bauzeit R 28: 1951–1953 (3.357 Stk., Ablösung R 25).

Der R 25 ist als erster Hanomag-Nachkriegsschlepper historisch der Startpunkt der R-Reihe. Frühe Modelle (1949) hatten einen 1.911-cm³-D-19-Vierzylinder mit 20–25 PS, ab 1950 bekam der R 25 den größeren D 28 mit 2.799 cm³. Der R 28 A löste den R 25 1951 ab und wurde der erste „echte" Hanomag-Vierzylinder mit konstanter 28-PS-Leistung. Mit 1.860 kg ist er deutlich schwerer als die Zweizylinder-Modelle.

Verfügbare Werke im Shop:

Hanomag R 35 & R 35/45

Bauzeit R 35: 1953–1957 · Bauzeit R 35/45: 1955–1957 (640 Stk.) · Motor: D 28 Vierzylinder · Hubraum: 2.799 cm³ · Leistung: 35 PS / 45 PS (Boost).

Beim R 35/45 setzte Hanomag erstmals ein Roots-Gebläse beim Viertakt-Motor ein. Die zusätzlichen 10 PS konnte der Fahrer per Hebel zuschalten — eine Art mechanischer Boost. 5-Gang-Getriebe Standard, optional 10 Vorwärts + 2 Rückwärts. Beim regulären R 35 sind mehrere Varianten dokumentiert: A, B, RC („Row Crop"), S — die genaue Auswahl hing vom Vertriebsgebiet ab.

Verfügbare Werke im Shop:

Hanomag R 45 (S)

Bauzeit: 1951–1957 · Motor: D 52 → später D 57 · Hubraum: 5.702 cm³ · Leistung: 45 PS, 32,9 kW · Eigengewicht: ~3.260 kg.

Der R 45 ist der „Großschlepper" der R-Reihe — vier Zylinder, üppige 5,7 Liter Hubraum (Bohrung 110 mm × Hub 150 mm), und ein Eigengewicht jenseits der 3-Tonnen-Marke. Die Variante R 45 S („Schnellläufer") brachte höhere Endgeschwindigkeit. Häufig im Ackerbau, weniger im klassischen Hofeinsatz. Hanomag baute den D 52/D 57 später auch in Argentinien (Werk Rosario ab 1954) — eine bemerkenswerte Internationalisierung für die Zeit.

Verfügbare Werke im Shop:


Combitrac: Die zweite Phase der R-Baureihe

1957 stellte Hanomag das Combitrac-Programm vor — ein systemisches Anbaugeräte-Konzept für Pflug, Mähwerk, Frontlader und Anhängevorrichtungen, durchgängig kompatibel über alle Schleppergrößen. Begleitend wurde die Karosserie modernisiert: rundlichere Linien lösten die Rundhauber-Optik der 1950er ab, ohne die Grundtechnik der Motoren wesentlich zu verändern. Die dreistelligen Modellnummern verschlüsseln Zylinder und PS: erste Ziffer = Zylinderzahl, folgende Stellen = Leistung in PS.

Die wichtigsten Combitrac-Schlepper sind:

Verfügbare Combitrac-Werke im Shop:

Combitrac-Ersatzteilkataloge:


Welches Werk brauche ich für meinen Hanomag R?

Hanomag-Literatur unterscheidet drei Werks-Typen, jeweils mit klar definiertem Einsatzzweck. Wer eine Restauration oder größere Reparatur plant, braucht meistens alle drei — Bedienungsanleitung für die tägliche Nutzung, Werkstatthandbuch für die Reparatur, Ersatzteilliste zum Bestellen. Der folgende Entscheidungsbaum zeigt, was du wann brauchst.

📖 Bedienungsanleitung

Wenn du …

  • den Schlepper im Alltag fährst
  • Wartungsintervalle einhalten willst
  • Hydraulik-Anbaugeräte korrekt bedienen musst
  • Schmierpläne brauchst

Im Shop: Original-Reprints zu 30–50 Seiten, modellspezifisch.

🔧 Werkstatthandbuch

Wenn du …

  • Motor, Getriebe oder Hinterachse zerlegst
  • Einstellwerte für Ventile, Einspritzpumpe, Spurstange brauchst
  • Anzugsmomente nach Hersteller-Vorgabe willst
  • Schaltpläne für die Elektrik suchst

Im Shop: meist DIN A4, 100–300 Seiten, oft mit mehreren Modellen.

📚 Ersatzteilliste

Wenn du …

  • ein Teil identifizieren willst (Originalnummer)
  • Explosionszeichnungen für die Montage brauchst
  • nach Ersatz suchst (Hanomag-Service, Brander Landtechnik)
  • für 3D-Druck eine Vorlage brauchst

Im Shop: meist DIN A4 quer, 100–400 Seiten, vollständig modellspezifisch.

Bei vielen Modellen lohnt sich der Bundle-Kauf aller drei Werks-Typen — durchschnittliche Ersparnis 10–15 € gegenüber Einzelkauf. Beispiele und Bundle-Status auf den jeweiligen Modell-Detailseiten.


Worauf bei der Restauration einer Hanomag R zu achten ist

Hanomag-Schlepper sind als sehr robust bekannt — viele Maschinen aus den 1950ern laufen heute noch. Trotzdem gibt es modellübergreifende Schwachstellen, die bei Kauf und Restauration gezielt zu prüfen sind. Die folgenden Punkte basieren auf Erfahrungswerten der Restaurer-Community und auf wiederkehrenden Themen in den Werkstatthandbüchern. Nicht jeder Punkt trifft auf jedes Modell zu — bei Detail-Kauf hilft der Erfahrungsaustausch in einem Hanomag-Forum.

Motor und Einspritzanlage:

Getriebe und Antrieb:

Hydraulik:

Karosserie und Blech:

Elektrik:


Komplette Hanomag-R-Literatur auf einen Blick

Hier alle im Shop verfügbaren Werke zur R-Baureihe und Combitrac-Familie, sortiert nach Werks-Typ. Bei Fragen zur Modell-Zuordnung hilft die Marken-Übersicht Hanomag oder eine kurze E-Mail an den Shop.

Werkstatthandbücher

Bedienungsanleitungen Traktor

Bedienungsanleitungen Hydraulik

Combitrac-Bedienungsanleitungen

Ersatzteillisten R-Klassik

Ersatzteillisten Combitrac

Insgesamt 30+ Hanomag-R-Werke im Shop — Werkstatthandbücher, Bedienungsanleitungen für Traktor und Hydraulik, Ersatzteilkataloge mit Explosionszeichnungen. Die meisten als Original-Nachdrucke im DIN-A4- oder DIN-A5-Format.


Häufige Fragen zur Hanomag R-Baureihe

F1: Was ist der Unterschied zwischen R-Klassik und Combitrac?

Die R-Klassik (1949–1957) bezeichnet die ursprünglichen „Rundhauber"-Modelle mit zweistelligen Nummern wie R 12, R 16, R 27 oder R 45. Die Combitrac-Familie (1957–1962) modernisierte die gleichen Motoren in einer rundlicheren Karosserie und vergab dreistellige Nummern: R 217 (modernisierter R 16), R 324 (R 27), R 435 (R 35). Das Combitrac-System ergänzte einheitliche Anbaugeräte (Pflug, Mähwerk, Frontlader) durch alle Modellgrößen hinweg.

F2: Welcher Hanomag R ist heute besonders beliebt bei Sammlern?

Häufig genannt werden der R 12 („Ackermoped"), der R 24 („Düsenjäger") und der R 35/45 mit Roots-Gebläse — alle wegen ihrer charakteristischen Geräusch- und Leistungs-Eigenarten. Im aktiven Arbeitseinsatz auf kleinen Höfen sind R 16, R 19 und R 22 immer noch gefragt, weil ihre Vorkammer-Diesel sparsam und einfach zu warten sind.

F3: Was bedeuten die Buchstaben hinter der Modellnummer (A, B, C, S, RC)?

Die Buchstaben kennzeichnen Karosserie- oder Spurweiten-Varianten. Beim R 16 zum Beispiel: A = Allzweck-Auslegung mit breiterer Spurweite für Hackfrucht-Reihen, B = Standard-Bauweise. Beim R 25 beziehen sich C/D auf unterschiedliche Bauphasen (Motor-Generation). „S" steht oft für „Schnellläufer" (höhere Endgeschwindigkeit) oder „Spätversion" mit höherer Drehzahl, „RC" für „Row Crop" (Reihenkultur). Die genaue Zuordnung pro Modell steht in der jeweiligen Bedienungsanleitung.

F4: Mein R 19 hat einen Zweitakt-Motor — kann das stimmen?

Vermutlich nicht. Der reguläre R 19 hat laut Wikibooks-Traktorenlexikon einen Zweizylinder-Viertakt-Diesel. Bei einigen R-12-, R-18- und R-24-Modellen sind dagegen Zweitakter verbaut. Wenn dein R 19 wirklich ein Zweitakt-Motor zeigt, lohnt ein Blick in den Fahrzeugbrief und das Typenschild — möglicherweise wurde der Motor in der Vergangenheit getauscht.

F5: Welches Werkstatthandbuch deckt R 25 oder R 28 ab?

Speziell für R 25 oder R 28 ist im Shop derzeit kein eigenes Werkstatthandbuch verfügbar. Beide Modelle haben den D-28-Vierzylinder, der auch im R 35 verbaut ist — daher kann das Werkstatthandbuch für R 18-R 24-C 218-C 220-C 224 oder allgemeine Hanomag-D-28-Reparaturanleitungen (siehe Granit-Bereich) als Hilfsmittel dienen. Für ETK siehe direkte Links oben.

F6: Wo bekomme ich Hanomag-Ersatzteile?

Die wichtigsten Quellen sind der spezialisierte Hanomag-Service (Hans-Heinrich Munk), Brander Landtechnik in Bayern, und die Hanomag-IG-Vorglühen-Community (vorglueh-ig.de). Für nicht mehr lieferbare Kleinteile (z. B. Kunststoff-Abdeckungen, Armaturen-Knöpfe) gibt es 3D-Druck-Anbieter — bei eilbulldog.de bauen wir auf Anfrage Reproduktionen aus Originalnummern der Ersatzteilkataloge.

F7: Lohnt sich eine Hanomag-R-Restauration finanziell?

Ehrlich: meistens nein. Eine Restauration eines mittelgroßen R-Modells kostet bei Komplett-Sanierung 8.000–15.000 € (Lack, Motor, Hydraulik, Reifen). Der Wiederverkaufswert liegt bei den meisten Modellen darunter. Aber: Hanomag-R-Restaurationen sind klassische Liebhaberei — die Maschinen sind technisch reparabel, Ersatzteile sind besser verfügbar als bei vielen Konkurrenz-Marken, und die Community ist aktiv. Für viele Restaurer ist genau das der Wert.

F8: Welche PDF-Versionen sind verfügbar?

Die meisten Hanomag-Werke im Shop sind aktuell als gedruckte Original-Nachdrucke (DIN A4 oder A5) erhältlich. Eine PDF-Version ist für ausgewählte Werke in Vorbereitung — bei konkretem Bedarf gerne eine kurze Anfrage über das Kontaktformular schicken. Die Werke werden mit Wasserzeichen versehen (Social DRM, kein DRM-Lock).


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Wir antworten persönlich — meistens innerhalb eines Werktags.

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